PHILOSOPHIE

„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ (Francis Picabia)

In meinen nunmehr fast 20 Jahren Berufsleben als Marketingprofi habe ich das Fach nicht nur von der Pike auf gelernt sondern auch im Kontext der Unternehmensführung erfahren.

Unternehmerisches Handeln ist bei mir nicht nur ein Lippenbekenntnis sondern gelebte Praxis. Oftmals wird vergessen, dass Marketing eine betriebswirtschaftlich relevante Funktion hat und ein wichtiges Werkzeug für den Unternehmenserfolg ist.

„Marketing ist eine betriebswirtschaftlich wichtige Funktion“

Ein befreundeter Unternehmer hat mal gesagt: „ Heutzutage ist es bei weitem einfacher etwas zu produzieren als etwas gewinnbringend zu verkaufen.„ Er hat erkannt, dass es ohne eine Strategie und eine ordentliche Marketingplanung schwer ist, sich im Markt durchzusetzen. Gerade in kleinen und mittelständischen Betrieben wird Marketing als etwas angesehen, was man sich leisten kann wenn es gut läuft. Bestenfalls ist Marketing aber eine Serviceabteilung für den Vertrieb.

Auch ich durfte diese Ansichten von Geschäftsführern in der Vergangenheit erfahren und habe mich oft gefragt, warum Unternehmensstrategien nicht mit Fachabteilungen geteilt werden. Rückblickend muß ich feststellen, dass es wahrscheinlich gar keine Strategie gab…

Wenn ein Marketeer ernsthaft an der Unternehmensstrategie mitarbeiten möchte, muss er ein Verständnis für die Zusammenhänge und Abläufe im Unternehmen haben. Er muss die Abläufe sowohl auf Basis der Controllingkennzahlen und diverser Berichtswesen als auch von der Sichtweise der Stakeholder her verstehen. Wahrscheinlich scheitert es bei vielen Marketingfachleuten genau daran. Entweder erhalten Sie keine Einblicke in die Unternehmenskennzahlen oder aber sehen sich nur zu kreativen Tätigkeiten berufen.

„Wir befinden uns im Wandel“

Die richtige Vermarktung seiner Produkte oder Dienstleistung ist in der heutigen Zeit, die von einem Überangebot nahezu in allen Bereichen geprägt ist, enorm wichtig. Heterogene Kundenwünsche, aktives Managen von Kundenbeziehungen, digitale Technologien, interaktive Markenführung sind zusätzliche Herausforderungen.

Nach Kondratieff haben wir bereits den 5. Zyklus (Informations/Kommunikation) durchschritten und befinden uns am Anfang des 6. Kondratieff. In der Literatur gibt es unterschiedliche Aussagen dazu, was den 6. Zyklus ausmacht und in welcher Phase  wir uns befinden. Was man aber gut erkennen kann, wir stecken  im Wandel. Wandel in der Gesellschaft, in der Wirtschaft, in der Politik. Kein Wunder, dass mir Begriffe wie Changemanagement und Transformation gerade häufig begegnen.

Aber nicht jeder kommt mit Wandel klar. Für viele bedeutet Veränderung Gefahr. Für Unternehmen gilt: wer stehen bleibt und in seinen alten Strukturen verhaftet ist, wird in den nächsten Jahren an seine Vermarktungsgrenzen kommen und seinen Erfolg einbüßen.

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Herzlichst, eure Annett Stang

Ganz einfach weitersagen!